"THE INTERNET OF THINGS"AUSSTELLUNGSDESIGN für "POLE 2015" @ ITU

Als Teil des "project oriented learning environment" (P.O.L.E.) kuratiert von der FHNW Windisch (CH), war ich als Designer mitverantwortlich für das Ausstellungsdesign der Zukunfts-ausstellung "The Internet of Things" für das ITU in Genf

von Februar bis Mai 2015. Unser Team bestand aus 8 Mitarbeitern verschiedenster Disziplinen und fachlicher Hintergründe. Ziel war es, das Thema IOT und dessen Potentiale durch ein entsprechendes Ausstellungsstück zu reflektieren.

Der Ansatz unseres Designteams war, "Big Data" auf eine verständliche, aber zugleich ausdrucksstarke Weise abzubilden, um dieses wichtige aber medial noch wenig diskutierte Thema stärker in den öffentlichen Diskurs zu rücken und exemplarisch aufzuzeigen, wie eine Gesellschaft von Big Data profitieren kann.

Das Konzept hierzu war, Live-Statistiken über globale Probleme wie Wasserknappheit, Krankheitsverbreitungen, urbane Problemzonen und dergleichen als wahrnehmbare und veränderliche 3D-Daten zu visualisieren, um ein interpretierbares Frühwarnsystem entsprechender Veränderungen zu ermöglichen.

Diese Datasets sollten auf einem futuristisch anmutenden Display als eine Art Hologramm Illusion dargestellt werden. Die Besucher der Ausstellung konnten dann die auf dem Globus im Hologramm dargestellten Daten über ein einfach zu bedienendes Interface an der Außenseite des unter dem Hologramm befindlichen Towers

miteinander korrelieren lassen. Die Installation wurde durch ein Zeitstrang-Poster an der Hinterwand des Aufbaus komplettiert, welches aufzeigen sollte, in welchem zeitlichen Kontext die Installation und die antizipierten zukünftigen Auswirkungen eines solchen Tools zu interpretieren seien.

Um die optische Illusion des Hologramms zu erreichen, wurde eine umgedrehte Pyramide aus dunklem Acrylglas gebaut, welche das Bild eines darunterliegenden Displays spiegeln würde. So konnten die vier Ansichten des Globus glaubhaft in die optische Mitte der Pyramide projiziert und damit die Illusion eines schwebenden

Globus erreicht werden. Gerendert wurden die optischen Inhalte als live 3D in der Game Engine "Unity". Die vier virtuellen Kameras ermöglichten dabei den Blick auf jede Seite des Globus abhängig von der Betrachterposition.

Das Interface der angeschlossenen iPads wurde kongruent in den gleichen Blautönen des Globus gestaltet, um eine harmonische Design-Gesamtsprache zu schaffen. Neben der Farbwahl sollte auch die feinlinige dünne Schrift zum hochwertigen und dezent

futuristischen Appeal beitragen. Die in diesem Interface vorgenommenen Änderungen wurden direkt live auf den Hologramm-Globus appliziert, sodass die User ein direktes Feedback für jede Interaktion erhalten konnten.

Ursprünglich hatte das Team eine quadratische Basis geplant, musste jedoch aufgrund der Standard-Display-Verhältnis-mäßigkeiten des eingesetzen 40" TVs entsprechend umplanen.

Durch das dunkle Finish der Außenseiten wurde dem Tower ein moderner, geradliniger und technologischer Look verliehen. Diese Bauweise führte zudem zu einer leichteren Konstruktion.

Impressum

Datenschutz